BRIDGE

Brücken bauen für nachhaltige Regionen

Wie können Menschen, die bislang schwer zu erreichen sind, erfolgreich in regionale Entwicklungsprozesse eingebunden werden? Im Bildungsprogramm „BRIDGE – Brücken bauen für eine nachhaltige Region“ unterstützen die Schweisfurth Stiftung und der gemeinnützige Verein Pioneers of Change Aktive aus Deutschland und Österreich dabei, die Beteiligung unterschiedlicher Gruppen an der sozial-ökologischen Transformation zu stärken. Das Programm wird im Rahmen von Erasmus+ durch die Europäische Union kofinanziert und verbindet Praxis, Austausch und Weiterbildung für die kooperative und nachhaltige Gestaltung von Regionen.

Arbeitsphase der Mitmach-Region Aalen im April 2026: Wie kommen wir in Kontakt mit den Bürger:innen?

Engagement für Nachhaltigkeit braucht Unterstützung

Seit 2024 unterstützt die Schweisfurth Stiftung innerhalb der „Mitmach-Regionen Initiative“ Menschen dabei, die ökologische und soziale Transformation ihrer Regionen voranzubringen. Rund 200 Menschen aus 40 Regionen im deutschsprachigen Raum setzen sich aktuell als Teil der Initiative für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort ein. Viele Aktive machen dabei die Erfahrung, dass bestimmte Gruppen einfacher für die Mitgestaltung regionaler Prozesse zu gewinnen sind als andere. Auch das Zusammenspiel zwischen Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft kann herausfordernd sein. Zudem benötigen viele Aktive Unterstützung, um den vielfältigen Anforderungen ihres Engagements gerecht zu werden, von strategischer Planung und Kommunikation über die Moderation von Beteiligungsprozessen bis hin zur Prävention von Überlastung.

Wir stärken Aktive als regionale Brückenbauer:innen

Die Schweisfurth Stiftung und die Pioneers of Change bilden nun acht erfahrene Teams aus Mitmach-Regionen und anderen Initiativen in Deutschland und Österreich im Bildungsprogramm „BRIDGE – Brücken bauen für eine nachhaltige Region“ weiter. Von März 2026 bis Januar 2027 tauschen sich die Aktiven in Online-Formaten, Workshops und Praxistreffen aus und entwickeln Lösungen für ihre konkreten Herausforderungen. Gemeinsam stärken sie ihre Fähigkeit, neue Gruppen in partizipative Prozesse einzubinden, kooperative Beziehungen zu ermöglichen und damit als Brückenbauer:innen zur demokratischen Teilhabe und nachhaltigen Gestaltung ihrer Region beizutragen.

„BRIDGE stärkt Menschen, Teams und Regionen gleichermaßen.“
Dr. Matthias Middendorf, Projektleitung BRIDGE, Schweisfurth Stiftung

 

Gemeinsam träumen und Träume verwirklichen

BRIDGE vermittelt den Teilnehmenden unterschiedliche Methoden zur Stärkung von Gemeinschaften und basiert unter anderem auf dem „Oasis Game“. Dieses wurde für die Favela Communities von São Paulo vom brasilianischen Elos Institut entwickelt. Ausgangspunkt des Spiels ist die Überzeugung, dass Gemeinschaften über viel Wissen und Ressourcen verfügen und die Fähigkeit haben, diese für ihre Sehnsüchte und für Träume von einem besseren Leben einzusetzen. Der Prozess konzentriert sich darauf, dieses individuelle und kollektive Potenzial freizusetzen. Anstatt sich auf Schwierigkeiten zu konzentrieren, geht es vor allem darum, Menschen zusammenzubringen, sie dazu zu befähigen, einander zu verstehen und einen gemeinsamen Traum der Gemeinschaft – die „Oase“ – zu entdecken und umzusetzen.

Art of Hosting

Auch das „Art of Hosting“ erleben und erlernen die Teams. Dieser Ansatz der Gesprächsgestaltung und der partizipativen Führung schafft einen sicheren und einladenden Raum. Alle Beteiligten begegnen sich auf Augenhöhe; Lösungen werden gemeinsam im Dialog statt durch ein Gegeneinander von Argumenten gefunden. Die Moderationshaltung ermutigt Menschen, sich einzubringen und die vor ihnen liegenden Herausforderungen selbst in die Hand zu nehmen.

Drei Ebenen der Veränderung

Das Bildungsprogramm BRIDGE verbindet persönliche Weiterbildung mit Teamentwicklung und regionaler Transformation. Die Teilnehmenden erweitern ihre Kompetenzen in der Gestaltung von Beteiligungs- und Veränderungsprozessen. Gleichzeitig werden die regionalen Teams in ihrer Zusammenarbeit und kollektiven Handlungsfähigkeit gestärkt. Die Erfahrungen, Methoden und Impulse der Teams unterstützen wiederum die Kooperations- und Beteiligungsprozesse sowie die nachhaltige Entwicklung in der Region.

Als Ergebnis von BRIDGE wird eine praxisorientierte Toolbox mit Methoden, Erfahrungswissen und Praxisbeispielen aus den Regionen entstehen. Sie soll Anfang 2027 öffentlich zugänglich gemacht werden und andere Aktive bei der Gestaltung ihrer Region unterstützen.

Kurz & knapp

Projektübersicht

Projekt: Erwachsenenbildungsprojekt BRIDGE – Brücken bauen für nachhaltige Regionen: Bildungsprogramm zur Gestaltung von sozial-ökologischen Transformationsprozessen
Laufzeit: 10/2025 bis 01/2027
Wirkungskreis: Deutschland und Österreich
Zielgruppe: Acht bestehende Regional-Teams aus Deutschland und Österreich, die bereits in der Regionalentwicklung und der nachhaltigen Mitgestaltung ihrer Region aktiv sind. Dazu gehören Mitmach-Regionen, LEADER Regionen, Lokale Initiativen und Aktionsgruppen.
Maßnahmen: Stärkung von Einzelpersonen, Regional-Teams und Regionen für die kooperative Gestaltung sozial-ökologischer Transformationsprozesse durch: Online-Lern- und Austauschformate, ein gemeinsames Praxistreffen im April 2026, einen Vor-Ort-Besuch mit Workshop in jeder Region, länderübergreifenden Erfahrungsaustausch, Methodenvermittlung (unter anderem Oasis Game und Art of Hosting), die gemeinsame Erarbeitung einer öffentlich zugänglichen, praxisnahen Toolbox mit Methoden, Erfahrungswissen und Praxisbeispielen aus den Regionen.

Kontakt

Dr. Matthias Middendorf
Projektmanager Stadt-Land-Tisch
Mobil +49 151 51188053
mmiddendorf@schweisfurth-stiftung.de

Foto: Jörg Farys

 

Links

Mitmach-Regionen Initiative: www.mitmach-region.org

Nachbericht vom BRIDGE Praxistreffen in Neulengbach (April 2026): www.mitmach-region.org/bridge-nachbericht-bruecken-bauen

Logo der Europäischen Union. Daneben steht der Text: Kofinanziert von der Europäischen Union.

Der Kurs „Brücken bauen für nachhaltige Regionen: Bildungsprogramm zur Gestaltung von sozial-ökologischen Transformationsprozessen“ wird von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden. Der Kurs wird durch die Mitmach-Regionen Initiative durchgeführt. Träger:innen-Organisationen sind die Schweisfurth Stiftung und Pioneers of Change.

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