Programm Kälberpatenschaften

Lasst das Kalb bei seiner Mutter!

In Deutschland werden Kuh und Kalb in der Regel kurz nach der Geburt getrennt – auch in der Bio-Landwirtschaft. Ab einem Alter von vier Wochen werden dann die meisten männlichen Bio-Kälber verkauft und in konventionelle Mastbetriebe gebracht. Als Kälberpatin oder -pate ermöglichen Sie Kälbern und Kühen gemeinsame Zeit – und männlichen Kälbern ein Leben auf dem Biohof.

Ich möchte, dass meine Kälber alles erhal-
ten, was sie zum Wachsen und Gedeihen brauchen. Die natürliche Bindung zu ihren Müttern bewahrt sie vor unnötigem Stress.

Marina Stürzer, Hairerhof

Mit einer Patenschaft schenken Sie Kuh und Kalb gemeinsame Zeit.

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einem Bauernhof. Ein Kalb wird geboren: Liebevoll leckt die Kuh es ab. Das eigene Kind ist das Wichtigste auf der Welt. Und für das Kalb ist die Mutter ein Teil von ihm.

Doch das landwirtschaftliche System in Deutschland verhindert eine natürliche Mutter-Kalb-Beziehung – aus ökonomischen Gründen. Meistens werden beide direkt nach der Geburt getrennt. Auch in der Bio-Landwirtschaft. Und was viele nicht wissen: Da die Nachfrage nach Bio-Fleisch viel geringer ist als die nach Bio-Milchprodukten, benötigen die Bio-Höfe deutlich weniger männliche Kälber als weibliche. Deswegen haben männliche Kälber dort meist keine Zukunft und werden im Alter ab vier Wochen verkauft – und zwar in die konventionelle Mast. Das bedeutet oft lange Tiertransporte, systematische Behandlungen mit Antibiotika und ein Leben auf Spaltenböden ohne Auslauf ins Freie.

Ihre Patenschaft stärkt Bio-Höfe.

Kälber aus unserem Patenschaftsprogramm bleiben mindestens drei Monate lang bei einem Muttertier. Außerdem werden männliche Kälber danach nicht in die konventionelle Mast abgegeben, sondern bleiben auf einem Bio-Hof. Weiter unten auf dieser Seite können Sie alle Kälber sehen, die aktuell Patinnen und Paten brauchen.

Suchen Sie sich Ihr Patenkalb aus und entscheiden Sie sich für Ihren Spendenbetrag. Für ein Kalb benötigen wir 250 Euro. Sobald der Betrag zusammengekommen ist, nehmen wir das Kalb in das Programm Kälberpatenschaft auf.

Langfristig den Markt verändern

Hartnäckig hält sich die Erzählung, dass das Leid der Kälber und Mütter für die Wirtschaftlichkeit des Hofs unvermeidlich ist. Einige Betriebe beweisen schon jetzt das Gegenteil. Mit dem Programm Kälberpatenschaft wollen wir mit Ihrer Unterstützung Höfen die kuhgebundene Kälberaufzucht ermöglichen und damit der Politik Fördermöglichkeiten für mehr Tierwohl aufzeigen.

Neue Wege für eine tierfreundliche Landwirtschaft

Gerne lassen die Bio-Landwirt:innen, mit denen wir kooperieren, ihre Kälber länger als üblich bei der Mutter aufwachsen. Das ist gut für die Tiere und macht so auch den Landwirt:innen mehr Freude bei der Arbeit. Um das finanziell zu ermöglichen, unterstützen wir sie mit dem Programm Kälberpatenschaft. So fördern wir eine Landwirtschaft, die die Bedürfnisse von Mensch und Tier wahrnimmt und respektiert.

So werden Sie Pate oder Patin:

  • Lernen Sie die Patenkälber kennen (nach unten scrollen).
  • Entscheiden Sie sich für Ihr Kalb
  • oder wählen Sie Ihren Spendenbetrag (auch weniger oder mehr als 250 Euro sind möglich).

 

Jetzt eine Patenschaft für ein Kälbchen übernehmen!

Hairerhof

Hannelore

Hannelore ist das fünfte Kalb von Hanni. Tragischerweise ist Hanni nach der Geburt
gestorben. Hannelore darf bei ihrer Tante am Euter trinken und Lothar ist ihr bester
Freund.

Hannelore kommt vom Hairerhof.

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Hairerhof

Lucky

Lucky ist das vierte Kalb von Lilli. Beide sind schon seit der ersten Woche
miteinander auf der Weide.

Lucky kommt vom Hairerhof.

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Seitzenhof-Reßle

Aria

Mein Name ist Aria was soviel bedeutet wie die Löwin, die durch Mut und Stärke besticht. Auch so gibt sie sich im Alltag, immer neugierig, präsent und unternehmungslustig. Aktuell genießt sie den Sommer auf der Weide um den Seitzenhof.

Aria kommt vom Seitzenhof-Reßle.

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Herrnbauer

Stier

Ein kleines, schwarzes Tier bei uns hier. Wir lieben es von Herzen. Die Mutterkuh ist oft mit ihm beim Scherzen. Anika ist eine sehr, sehr wachsame Kuh und sobald auch nur ein Hund in die Nähe ihres Kalbes kommt, ergreift sie sofort ihre wahrlich laute Stimme! Sie würde fix für ihr Kalb kämpfen.

Stier kommt vom Herrnbauer.

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Herrnbauer

Mistl

Unser Mistl Mädl, das am 15.7.26 geboren wurde, ist in der ersten Lebenswoche richtig gut gewachsen.

Mistl kommt vom Herrnbauer.

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Herrnbauer

Zirkel

Das Kalb Zirkel. Unsere größte Kuh ist die Mutter. Es gab 1 1/2 Monate vor der Geburt eine Entzündung des Euters. Dieses riesige Tier stand nicht mehr auf. Puh. Gott sei Dank konnte unser Tierarzt schnell helfen. Die Lebensgeister kamen zurück und jetzt ist alles in Ordnung. Für mich immer wieder ein Wunder.

Zirkel kommt vom Herrnbauer.

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Kurz & Knapp

Projektübersicht

Projekt: Kälber-Patenschaftsprogramm
Laufzeit: seit 2024
Wirkungskreis: bundesweit
Zielgruppe: Tierfreunde, Milchbauern mit kuhgebundener Kälberaufzucht
Maßnahmen: Aufbau eines Patenschaftsprogramms für Kälber in der Milchviehhaltung, die kuhgebunden aufgezogen werden, Vermittlung von Patenschafts-Spenden an Milchbäuer:innen, die Kälber kuhgebunden aufziehen, Schaffung von Bewusstsein für das Thema kuhgebundene Kälberaufzucht in der Milchviehhaltung bei Verbraucher:innen

Kontakt

Saro Gerd Ratter
Projektmanager: Tierwohl
Tel. +49 89 179595-11
Mobil +49 174 2093137
sratter@schweisfurth-stiftung.de

Foto: Kay Blaschke
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