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Pressemeldung
München/Glonn, 7. Mai 2025
Schweisfurth Stiftung feiert 40-jähriges Jubiläum: Für eine lebenswerte Zukunft
Festakt mit 100 geladenen Gästen in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten
Die Schweisfurth Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen und damit vier Jahrzehnte engagierter Arbeit für eine nachhaltige Land-und Lebensmittelwirtschaft. Gegründet wurde die in München ansässige Stiftung am 12. November 1985 vom Unternehmer und Metzgermeister Karl Ludwig Schweisfurth. Gefeiert wird bereits am kommenden Donnerstag in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten bei Glonn mit 100 geladenen Gästen aus der Biobranche und Landwirtschaft, aus Behörden, Verbänden, Wissenschaft, NGOs und dem Umweltschutz. Unter anderem werden Jan Plagge, Präsident des Bioland e.V. und Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern, erwartet.
Anne Schweisfurth, Kuratoriumsvorsitzende der Schweisfurth Stiftung: „Die Idee meines Vaters Karl Ludwig, die Stiftung und Herrmannsdorf als ganzheitlich gedachtes Projekt und als Alternative zur industriellen Landwirtschaft zu schaffen, war in den 80er Jahren ein großer Wurf. Es hat die ökologische Bewegung gestärkt und ihr große Aufmerksamkeit verliehen. Wir freuen uns, auf 40 Jahre erfolgreiche Stiftungsarbeit zurückblicken zu können. Angesichts dessen, dass die Welt sich gerade rückwärtszudrehen scheint, und angesichts des fortschreitenden Artenverlustes und der Klimakrise ist sie wichtiger denn je.“
Dr. Niels Kohlschütter, Vorstand der Schweisfurth Stiftung: „Ein Ernährungssystem, das ‚Frieden mit der Natur‘ schließt, war die Vision von Karl Ludwig Schweisfurth. In diesem Geiste stellt sich die Stiftung den aktuellen Herausforderungen. Unser Ziel ist ein regional-ökologisches Ernährungssystem, das gesunde Lebensmittel für alle im achtsamen Umgang mit Mensch, Tier und Natur produziert. Dieses Ziel können wir nur durch Kooperation erreichen. Nur wenn viele Akteure miteinander in Verbindung treten, haben wir eine Chance, eine lebenswerte Zukunft zu gestalten.“
Vom Metzgermeister zum Bio-Pionier
Karl Ludwig Schweisfurth (* 30. Juli 1930 in Herten; † 15. Februar 2020 in München) baute die elterliche Metzgerei nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der größten fleischverarbeitenden Unternehmen Europas aus: Herta. In den späten 1970er Jahren begann er, die industrielle Fleischproduktion zu hinterfragen. 1984 verkaufte er Herta an Nestlé und gründete 1985 die Schweisfurth Stiftung sowie die Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Glonn bei München, ein Modellunternehmen für ökologische, tiergerechte und handwerkliche Lebensmittelproduktion. Als ökologischen Lern- und Begegnungsort baute er zudem das Gut Sonnenhausen auf.
Mehr als 1.700 Projekte für eine zukunftsfähige Landwirtschaft
In den letzten 40 Jahren hat die Schweisfurth Stiftung mehr als 1.700 Projekte für mehr Tierwohl, eine regionale und ökologische Lebensmittelproduktion und für den Naturschutz gefördert oder selbst umgesetzt. Aktuell setzt sich die Stiftung mit Partnern unter anderem dafür ein, die kuhgebundene Kälberhaltung und die umweltschonende Weidehaltung auszuweiten. Gleichzeitig unterstützt sie junge Ökolandwirt:innen bei ihrer Vernetzung sowie Menschen und Initiativen, die vor Ort die ökologische und soziale Transformation voranbringen wollen.
Dr. Niels Kohlschütter ist seit 2020 Vorstand und folgte auf Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, der die Stiftung über 35 Jahre hinweg prägte. Seit Anfang 2025 arbeiten die Schweisfurth Stiftung und die Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL) in einer Stiftungsgemeinschaft zusammen.
Pressekontakt
Katharina Heuberger
Tel. +49 89 179595-16
kheuberger@schweisfurth-stiftung.de