OptiBioRind

Bio-Wertschöpfungsketten für Bio-Kälber

Ein Großteil der Kälber aus Bio-Milchviehbetrieben verlässt frühzeitig den Bio-Hof und gelangt in die konventionelle Mast. Das Projekt OptiBioRind möchte das ändern.

Kühe gebären meist einmal pro Jahr ein Kalb. Nur jedes dritte bis vierte wird für ihre Nachfolge gebraucht. Die meisten Kälber werden deshalb gemästet und als Fleischrind geschlachtet. Da Bio-Milch und Bio-Milchprodukte von Verbraucher:innen stark gefragt sind, Bio-Rindfleisch hingegen weniger, entsteht ein starkes Missverhältnis mit Folgen für Bio-Kälber.

Aufgrund hoher Aufzuchtkosten sowie limitierter Arbeits-, Stall- und Futterkapazitäten können Öko-Milchviehbetriebe die Kälber in der Regel nicht behalten. Viele Bio-Kälber werden deshalb an konventionelle Betriebe verkauft. Das bedeutet oft lange Transportwege, ein Leben auf Spaltenböden und systematische Antibiotikabehandlung. Dies führt zu wachsender Kritik.

Das Projekt OptiBioRind erforscht jetzt, wie mehr Kälber aus ökologischer Milchviehhaltung in der Bio-Wertschöpfungskette in Bayern verbleiben können. Die Tiere sollen artgerecht auf der Weide gemästet werden. So soll ökologisch wertvolles Grünland nachhaltig genutzt werden. Zugleich entstehen mit der weidebasierten Mast Perspektiven für kleinbäuerliche Milchviehbetriebe, die aus der Milchproduktion aussteigen, aber weiterhin Rinder halten möchten.

Die Schweisfurth Stiftung engagiert sich als Projektpartnerin im Bereich Wissensvermittlung und Aufbau von modellhaften Wertschöpfungsketten. Zum Beispiel unterstützen wir Erzeugergemeinschaften für Bio-Schlachtrinder und organisieren Workshops zum Einsatz von regionalem Bio-Rindfleisch aus der weidebasierten Milchviehhaltung in der Außer-Haus-Verpflegung.

Kurz & knapp

Projektübersicht

Projekt: OptBioRind
Laufzeit: 01.07.2024 – 31.12.2026
Wirkungskreis: Akteure der ökologischen Rindermast in Bayern (insbesondere Bio-Milchviehbetriebe und Mäster), sowie Akteure der Bio-Rindfleischvermarktung und Außer-Haus-Verpflegung
Zielgruppe: Bio-Milchviehbetriebe, Bio-Mäster und Verarbeiter, Außerhaus-Verpflegung
Maßnahmen: Aufbau modellhafter Wertschöpfungsketten und Wissensvermittlung

Kontakt

Saro Gerd Ratter
Projektmanager Tierwohl
Tel. +49 89 179595-11
Mobil +49 151 72224176
sratter@schweisfurth-stiftung.de

Foto: Kay Blaschke

 

Links

Projektpartner:innen:

Dieses Projekt wird gefördert durch:

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