Wie wir arbeiten
Unabhängig, operativ, wirkungsorientiert
Als die Schweisfurth Stiftung vor 40 Jahren gegründet wurde, befand sich die BioBranche im Aufbruch. Ziel war es, wirtschaftliches Handeln in Einklang mit ökologischen und sozialen Prinzipien zu bringen.
Damals ging es vor allem darum, Strukturen aufzubauen und erfolgreiche Ansätze für eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft bekannt zu machen – Leuchtturm-Projekte, die Mut machten und zur Nachahmung anregten. Das waren im Umfeld der Schweisfurth Stiftung zum Beispiel die Einrichtung einer Stiftungsprofessur für „Angewandte Nutztierethologie,und artgemäße Tierhaltung“ in Witzenhausen, die nach fünf Jahren vom Land Hessen übernommen wurde, die Vergabe des Agrarkultur-Preises oder die Begleitung des Aufbaus der Herrmannsdorfer Landwerkstätten.
Inzwischen gibt es viele weitere Initiativen, Organisationen und Unternehmen, die auf ihre Weise an einer zukunftsfähigen Ernährungswirtschaft arbeiten. Zugleich sind die Herausforderungen – vom Klimawandel über den Verlust der Biodiversität bis zur sozialen Gerechtigkeit – komplexer und dringlicher geworden. Patentlösungen gibt es nicht. Die wirksamsten Antworten entstehen dort, wo Menschen kooperieren, Wissen teilen und gemeinsam neue Wege erproben.
Wir glauben an die Kraft von Veränderungen, die vor Ort
beginnen.
Ziele durch Kooperationen erreichen
Kooperation ist deshalb ein zentrales Prinzip unserer Arbeit. In unseren Projekten
arbeiten wir mit Partner:innen aus der Land- und Lebensmittelwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Uns verbindet das Ziel, ein Ernährungssystem zu schaffen, das die planetaren Grenzen achtet und die Natur, Tiere und Menschen respektiert. Dabei bringen wir Akteur:innen zusammen, regen zum Austausch an und schaffen Räume, in denen Neues ausprobiert werden kann. So entsteht Wirkung, die über einzelne Projekte hinausreicht.
Von unten nach oben denken
Wir glauben an die Kraft von Veränderungen, die vor Ort beginnen. Politische Rahmenbedingungen können vieles ermöglichen, aber nachhaltiger Wandel entsteht dort, wo Menschen ihre Region selbst gestalten. Deshalb setzen wir auf Bottom-up-Ansätze: Gemeinsam mit Landwirt:innen, der Lebensmittelwirtschaft, der Wissenschaft, dem Naturschutz, Kommunen und Initiativen entwickeln wir praxisnahe Lösungen für zukunftsfähige Ernährungssysteme.
Diese Erfahrungen machen wir für andere Aktive sichtbar und diskutieren sie mit Politik und Verwaltung – und schaffen so Brücken zwischen Wissenschaft, lokaler Praxis und Politik.
Unabhängig, operativ, wirkungsorientiert
Wir sind eine unabhängige, operativ arbeitende Stiftung. Das bedeutet: Wir fördern keine externen Projekte, sondern setzen unsere eigenen Vorhaben um – immer in Partnerschaft mit Organisationen, die unsere Werte teilen.
Unsere Arbeit finanzieren wir über Spenden und Drittmittel. Diese Unabhängigkeit
ermöglicht es uns, langfristig zu denken und konsequent am Gemeinwohl zu arbeiten. Unser Ziel bleibt, den Wandel wirksam mitzugestalten – gemeinsam, mutig und mit Blick auf die vielfältigen Zusammenhänge nachhaltiger Ernährungssysteme.