Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
Gemeinsam Lösungen gestalten
Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und die Schweisfurth Stiftung engagieren sich gemeinsam für eine zukunftsfähige und damit enkeltaugliche Landwirtschaft. Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Ernährungssysteme ein Schlüssel zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust sind.
Dafür braucht es Lösungen, die Erträge, Artenvielfalt und weitere gesellschaftliche Ziele nicht gegeneinander ausspielen, sondern miteinander verbinden.
Die gemeinsame Arbeit konzentriert sich auf drei Bereiche: Forschung, Aufklärung sowie Kommunikation und Dialog.
Forschung: Wissen für fundierte Entscheidungen schaffen
Das Bündnis setzt sich für bürgerinitiierte Studien zu den Auswirkungen des Pestizideinsatzes ein. Bei Untersuchungen zur Pestizidbelastung der Luft an 163 Standorten in Deutschland wurden 138 verschiedene Pestizidrückstände und Abbauprodukte nachgewiesen. An den meisten Standorten fanden sich Gemische aus bis zu 36 Wirkstoffen in der Luft. Fast ein Drittel der nachgewiesenen Wirkstoffe (30 Prozent) ist in Deutschland nicht oder nicht mehr zugelassen.
Die Studie wurde vom wissenschaftliche Institut TIEM, im Auftrag vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und dem Umweltinstituts München von 2019 durchgeführt. Die Ergebnisse schaffen Transparenz und eine wichtige Grundlage für fundierte Entscheidungen zum Schutz von Mensch und Natur.
Aufklärung: Wissen teilen
Das Bündnis bereitet Forschungsergebnisse zielgruppengerecht auf und vermittelt sie über unterschiedliche Kanäle. Ziel ist es, Wissen zugänglich zu machen und Menschen zum Engagement für Artenvielfalt und nachhaltige Landwirtschaft zu inspirieren.
Ein Beispiel ist die Mitmal-Aktion Lepidoptera mit dem DJ und Naturbotschafter Dominik Eulberg, die Musik und Artenschutz verbindet und selbstgemalte Schmetterlinge in sein Musikvideo integriert.
Leonie Spahr, Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft; Moderator Niels Kohlschütter, Vorstand der Schweisfurth Stiftung und Vorstandsmitglied des BEL
Kommunikation und Dialog: Gemeinsam Lösungen gestalten
Das Bündnis bringt Akteur:innen aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammen, um gemeinsam Wege zu einer enkeltauglichen Landwirtschaft zu entwickeln. Dazu dienen Podiumsdiskussionen, die Mitwirkung an Arbeitsgruppen oder die Veranstaltung Fachsymposien, die den Austausch fördern und konkrete Maßnahmen anstoßen.
Enkeltauglich ist, was morgen und übermorgen noch trägt.
Über das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ist ein gemeinnütziger Verein, der Bio-Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft vereint. Es setzt sich für den Erhalt und die Wiederherstellung der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und der Kommunikation von Auswirkungen des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pestiziden. Dazu gehören die Erforschung der Belastung von Luft und Wasser sowie die Kampagne „Ackergifte? Nein danke!“.
Kurz & knapp
Projektübersicht
Projekt: Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
Laufzeit: seit 2018
Wirkungskreis: deutschlandweit
Zielgruppe: Privatpersonen und Unternehmen
Maßnahmen: unabhängige Forschung, Erarbeitung einer Roadmap
Kontakt
Dr. Niels Kohlschütter
Vorstand
Tel: +49 89 17 95 95-13
nkohlschuetter@schweisfurth-stiftung.de
Foto: Angela M. Schlabitz
Links
Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
www.enkeltauglich.bio