Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Ackergifte? Nein Danke!

 

Introtext – fehlt noch

Kampagne „Ackergifte? Nein danke!“

2012 startete die Bürgerinitiative „Landwende“ die Kampagne „Ackergifte? Nein danke!“ und ging zwei Jahre später mit einer Website an die Öffentlichkeit. Von Anfang an forderte die Kampagne die Beendigung jeglichen Einsatzes von Pestiziden, die sie als „Ackergifte“ bezeichnet, und insbesondere des weltweit meisteingesetzten Herbizidwirkstoffs Glyphosat. Darüber hinaus setzt sie sich einerseits für die Durchführung bürgerinitiierter Studien über die Gefahren von Pestiziden ein und fordert andererseits die Landwirtschaftsministerien von Bund und Ländern dazu auf, entsprechende Forschungen zu veranlassen.

Dr. Maren Kruse-Plaß, Wissenschaftlerin beim TIEM Institut, und Karl Bär, Referent für Agrarpolitik beim Umweltinstitut München, an einem Passivsammler zur Messung von Pestiziden in der Luft.
Dr. Maren Kruse-Plaß, Wissenschaftlerin beim TIEM Institut, und Karl Bär, Referent für Agrarpolitik beim Umweltinstitut München, an einem Passivsammler zur Messung von Pestiziden in der Luft.

Weitere Studien

Pestizidbelastung der Luft

Dass es Abdrift und Ferntransport von Pestiziden gibt, ist schon lange bekannt. In welchem Ausmaß dies geschieht, wurde durch eine Studie zur Pestizidbelastung der Luft nun erstmals systematisch belegt. Dafür hat das wissenschaftliche Institut TIEM, im Auftrag vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und dem Umweltinstituts München, in einem Citizen Science Projekt von März bis November 2019 an 116 über die gesamte Bundesrepublik verteilten Standorten den Pestizidgehalt der Luft gemessen. Die Daten wurden mit Hilfe von neu entwickelten technischen Passivsammlern, Filtermatten aus Be- und Entlüftungsanlagen sowie durch Funde in Bienenstöcken und Baumrinden erhoben. In die Studie flossen zudem die Ergebnisse der Vor-Untersuchung an Baumrinden aus den Jahren 2014 bis 2018 mit ein. Damit ergab sich eine Gesamtzahl von 163 Standorten.

Analyse von Baumrinden

In der vom Bündnis in Auftrag gegebenen Baumrinden-Studie 2019 wurde festgestellt, dass über hundert Ackergifte an Standorten weit vom Einsatzort entfernt zu finden sind. Das heißt, die auch in Städten (z.B. im Englischen Garten in München) nachweisbaren Gifte werden von uns andauernd eingeatmet.

 

Kurz & knapp

Projektübersicht

Projekt: Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
Laufzeit: seit 2018
Wirkungskreis: deutschlandweit
Zielgruppe: Privatpersonen und Unternehmen
Maßnahmen: unabhängige Forschung, Erarbeitung einer Roadmap

Kontakt

Dr. Niels Kohlschütter
Vorstand
Tel: +49 89 17 95 95-13
nkohlschuetter@schweisfurth-stiftung.de

Foto: Angela M. Schlabitz
Links

Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
https://enkeltauglich.bio

Weitere Kooperationen der Schweisfurth Stiftung

Züchten mit Zukunft

Tierzuchtfonds

Die moderne Tierzucht findet heute weniger im Stall statt als im Reagenzglas. Rinder, Schweine, Puten und Hühner sind genormt, perfekt auf die Ansprüche der Menschen angepasst. Aber was ist eigentlich mit den Ansprüchen der Tiere? Immer mehr, immer schneller − Mensch und Tier können dem Druck des industriellen Agrarsystems kaum noch standhalten.

Mehr
Genuss und Gaudi zum Wohle aller!

Faire Wiesn

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Mehr als sechs Millionen Gäste verspeisen dort jährlich etwa 500.000 Hähnchen, die zum größten Teil aus konventionellen Mastanlagen stammen. Die Initiative Faire Wiesn fordert mehr Nachhaltigkeit auf der Wiesn und bei allen anderen Großveranstaltungen in München.

Mehr
Nicht gleich die Welt retten, aber ein Stück Boden

Kulturland eG

Was für ein gutes Gefühl: gemeinsam ein Stück Land zu sichern. Zu wissen, dass es in guten Händen ist und im Sinne von Artenvielfalt und Klimaschutz bewirtschaftet wird. Das alles lokal und zu fairen Bedingungen für Mensch und Tier. Jeder und jede kann über Mitgliedschaft und die Zeichnung von Kulturland-Genossenschaftsanteilen Miteigentümer:in werden und so zu der dringend benötigten Agrarwende beitragen.

Mehr