Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Gemeinsam Lösungen gestalten

Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und die Schweisfurth Stiftung engagieren sich gemeinsam für eine zukunftsfähige und damit enkeltaugliche Landwirtschaft. Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Ernährungssysteme ein Schlüssel zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust sind.

Dafür braucht es Lösungen, die Erträge, Artenvielfalt und weitere gesellschaftliche Ziele nicht gegeneinander ausspielen, sondern miteinander verbinden.

Die gemeinsame Arbeit konzentriert sich auf drei Bereiche: Forschung, Aufklärung sowie Kommunikation und Dialog.

Dr. Maren Kruse-Plaß, Wissenschaftlerin beim TIEM Institut, und Karl Bär, Referent für Agrarpolitik beim Umweltinstitut München, an einem Passivsammler zur Messung von Pestiziden in der Luft.
Dr. Maren Kruse-Plaß, Wissenschaftlerin beim TIEM Institut, und Karl Bär, Referent für Agrarpolitik beim Umweltinstitut München, an einem Passivsammler zur Messung von Pestiziden in der Luft.

Forschung: Wissen für fundierte Entscheidungen schaffen

Das Bündnis setzt sich für bürgerinitiierte Studien zu den Auswirkungen des Pestizideinsatzes ein. Bei Untersuchungen zur Pestizidbelastung der Luft an 163 Standorten in Deutschland wurden 138 verschiedene Pestizidrückstände und Abbauprodukte nachgewiesen. An den meisten Standorten fanden sich Gemische aus bis zu 36 Wirkstoffen in der Luft. Fast ein Drittel der nachgewiesenen Wirkstoffe (30 Prozent) ist in Deutschland nicht oder nicht mehr zugelassen.

Die Studie wurde vom wissenschaftliche Institut TIEM, im Auftrag vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und dem Umweltinstituts München von 2019 durchgeführt. Die Ergebnisse schaffen Transparenz und eine wichtige Grundlage für fundierte Entscheidungen zum Schutz von Mensch und Natur.

Ein selbstgemalter Schmetterling
Um auf den dramatischen Rückgangs unserer heimischen Schmetterlinge u. a. durch Pestizide aufmerksam zu machen, lud das BEL gemeinsam mit dem Biologen und Musiker Dominik Eulberg zur Mitmal-Aktion Lepidoptera ein. Rund 1000 Bilder wurden eingeschickt. Diesen bunten Schmetterling hat Paula, xy, gemalt.

Aufklärung: Wissen teilen

Das Bündnis bereitet Forschungsergebnisse zielgruppengerecht auf und vermittelt sie über unterschiedliche Kanäle. Ziel ist es, Wissen zugänglich zu machen und Menschen zum Engagement für Artenvielfalt und nachhaltige Landwirtschaft zu inspirieren.

Ein Beispiel ist die Mitmal-Aktion Lepidoptera mit dem DJ und Naturbotschafter Dominik Eulberg, die Musik und Artenschutz verbindet und selbstgemalte Schmetterlinge in sein Musikvideo integriert.

Niels Kohlschütter hält einen Vortrag zum Thema sauberes Wasser.
Diskussion „Kein sauberes Wasser, keine Zukunft“ auf der Biofach 2026 über Ewigkeitschemikalien im Wasser. Auf dem Podium (v.l.n.r.): Frank Stieldorf, Geschäftsführer der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser; MdB Karl Bär, Bündnis 90/Die Grünen;
Leonie Spahr, Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft; Moderator Niels Kohlschütter, Vorstand der Schweisfurth Stiftung und Vorstandsmitglied des BEL

Kommunikation und Dialog: Gemeinsam Lösungen gestalten

Das Bündnis bringt Akteur:innen aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammen, um gemeinsam Wege zu einer enkeltauglichen Landwirtschaft zu entwickeln. Dazu dienen Podiumsdiskussionen, die Mitwirkung an Arbeitsgruppen oder die Veranstaltung Fachsymposien, die den Austausch fördern und konkrete Maßnahmen anstoßen.

Enkeltauglich ist, was morgen und übermorgen noch trägt.

Auf einem runden grünen Kreis steht in Weiß "Ackergifte? Nein danke!" Dazu abgebildet ist eine gezeichnete Biene, die winkt.
Bienen-Logo der Kampagne „Ackergifte? Nein danke!“, das auch als Aufkleber verteilt wurde.

Über das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ist ein gemeinnütziger Verein, der Bio-Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft vereint. Es setzt sich für den Erhalt und die Wiederherstellung der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und der Kommunikation von Auswirkungen des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pestiziden. Dazu gehören die Erforschung der Belastung von Luft und Wasser sowie die Kampagne „Ackergifte? Nein danke!“.

Kurz & knapp

Projektübersicht

Projekt: Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
Laufzeit: seit 2018
Wirkungskreis: deutschlandweit
Zielgruppe: Privatpersonen und Unternehmen
Maßnahmen: unabhängige Forschung, Erarbeitung einer Roadmap

Kontakt

Dr. Niels Kohlschütter
Vorstand
Tel: +49 89 17 95 95-13
nkohlschuetter@schweisfurth-stiftung.de

Foto: Angela M. Schlabitz
Links

Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
www.enkeltauglich.bio

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